Thursday, May 03, 2007

grand tour

hallo ihr lieben,

diesmal hats geklappt, auch wenn ich anscheinend einen berg übersehen hab - waren nur 3015 hm, keine ahnung, wo die im road bike da 4000hm gesehen haben... wie auch immer, nach den UCI regelwerk waren es drei bergwertungen der dritten und zwei der ersten kategorie (und ggf. 2 der vierten, aber wir sind ja nicht kleinlich :)
v.l.n.r.: coll de sóller (kat. 3 ) coma de son torella (kat 1. 870hm@5.9%), unbenannte steigung (kat. 3), sa calobra (kat. 1 700hm@6.8%), coll de hono (kat. 3). 3015hm / 153km / 7h 05'.

Alles in allem eine sehr nette fahrt. um der wahrheit die ehre zu geben, bin ich nicht unglüclich über die verlorenen 1000hm - es wäre dunkel geworden und ich war so schon fertig genug. aber eine sehr empfehlenswerte tour, irgendwann werd ich die fehlenden meter auch noch entdecken :)

chasing cars around mallroca
als neues hobby hab ich die autojagt entdeckt, das lässt sich hier bei den serpentinen sehr gut machen - ich glaube nur wenige autofahrer haben noch eine chance gegen mich wenns z.b. vom coll de sóller oder nach sa calobra runtergeht. ich würde das gerne mit einem foto beweisen, aber mein durchaus gewagter versuch, bei einem guten 50er einhändig zwischen zwei serpentinenkurven 5 meter ein foto des desselben zu machen ist leider misslungen - als belohnung gabs nur ein verschwommenes foto der wiese links :(

sieht doch gleich besser aus :)
auf den serpentinen zum coll de sóller (Kat. 3)
hinab nach sóller
embalse de cuber - stausee fotoversuch bei 55 km/h
back @ sa calobra
specialized for sa calobra
authentische heimische handwerkskunst zum gerechten preis von € 3,75 pro frosch.

was bleibt? probleme mit allen arten von stiegen am tag danach, ein tiefer respekt vor bergwertungen der höchsten kategorie (HC) von denen sa calobra nochmal 300hm entfernt ist. und der entschluss, heuer oder nächstes jahr mal das stiftser joch von spondinig oder dergleichen anzugehen, um auch sagen zu können, das man alles fahren kann, wenn einem nur fad genug ist.

so long,
richie

Sunday, April 29, 2007

von regen und kaelte

hallo ihr lieben,

das musste ja so kommen. dabei war ich so motiviert.

heute wollte ich also die grade tour angehen, die koenigsetappe, das grindigste stueck radfahrerei die ich mir bis jetzt an einem tag zugemutet hatte (und das ohne kompaktkurbel :). und ich war so motiviert.

von mallorca ueber den coll de sóller nach sóller, weiter ueber den puig major runter nach sa calobra und selbiges wieder rauf, am kloster lluc vorbei und schliesslich nach durchfahrt von lloseta und alaró zum castel de alarò und ueber orient und bunyolazurueck.
140km, so hab ich das geschaetzt und mehr als 4000hm sollten es werden. genau. es wurden 45km und 520hm respektive, dann war ich wieder zuhause.

war mir sicher, das das gewitter in eine andere richtung zieht, dem war freilich nicht so. nicht dass das donnergrollen und die blitze von vornherein sehr ermutigend gewesen waeren, aber ich war motiviert, auch die wolkenverhangenen berge liessen nichts gutes erwarten, aber ich war, moeglicherweise habe ich es schon erwaehnt, motiviert.

drohendes unheil

nun, gleich am ersten pass hat mich 100hm vor dem gipfel der regen, ach was, die sintflut eingeholt und mich auch nach dem pass die ersten 100hm runter nicht losgelassen, dann hab ichs aufgrund akuter kaeltesymtome gelassen und bin zurueckgefahren. die serpentinen hier, so unglaublich leiwand sie auch sonst sein moegen, machen bei regen wenig spass, wenn die bremsen nicht g'scheit greifen und den raedern auf solchen strassen ohnehin misstraut.

naja, eine gute stunde spaeter war ich zuhause und unter der dusche, auf das unvermeidliche unangenehme kribbeln wartend, welches die bereitschaft meiner fusssohle anzeigt, sich des bodens unter ihnen wieder bewusst zu werden (wer dachte, das mallorca so verdammt kalt sein kann?). zum gott war dani nicht geistesgegenwaertig genug, ein foto zu machen, als ich danach in jean+shirt+weste+socken+aufsetzter kapuze+zugedeckt in ihrem bett sass, still darauf hoffend, das meine koerpertemperatur die schoene 35 grad marke wieder ueberschreiten moege.

na gut, fahr ich den scheiss halt morgen. dabei war ich so motiviert...

Saturday, April 28, 2007

weekend in barca

hallo ihr lieben,

vielen dank an alex für das sehr feine wochenende in barcelona. am freitag brachial fortgegangen, samstag und sonntag endlose kilometer per pedes zurückgelegt, a bissl klettern gewesen und dabei noch viel von barca gesehen. viel mehr gibts da gar nicht zu sagen, ausser vielleicht einer kleinen fotostrecke mit ein paar impressionen und dem klitzekleinen nachteil von alex' wohnung, nebenbei einen schulhof zu haben, auf dem an samstagen frühmorgends basketballturniere gespielt werden :)

oben noch die offizielle dankeschönmessage
an alex 'you're extremly hot' grabner


Thursday, April 26, 2007

die barcelorcanische verirrung

hallo ihr lieben,
es war wieder mal eine navigatorische niederlage - es gab schon schlimmere, und sie sind zum großen teil in diesem blog abgedeckt (... :), aber beeindruckend war sie allemal.

haben wir also von haustür zu haustür von mallorca nach barcelona sieben stunden gebraucht. das ist insofern bemerkenswert, dass wir geflogen und nicht mit der fähre gefahren sind - eigentlich hätte die ganze chose nicht länger als 4 stunden dauern sollen, worst case.
zuerst hatte der flug mal lockere eineinhalb stunden verspätung (leiwand bei einem 45 minuten flug), dann hats sicher mehr als eine halbe stunde gedauert, bis das gepäck da war, und dann haben wir uns der anweisung von alex erinnert:
dann fahrts mit da s-bahn bis sants und dann nehmts die blaue metro bis hospital clinic, dann seits eh schon in der richtigen straße

In der S-Bahn nehmen wir uns also so einen wiffen folder, wo eine blaue linie eingezeichnet ist, die aber kein Hospital Clinic beinhaltet, jedoch etwas namens l'Hospitalet de Llobregat. das ist nahe genug dran, denkt man sich, steigt in die blaue bahn und fährt nach Llobregat, in die komplette pampa, sich noch leicht wundernd, warum alex von seiner super lage geschwärmt hat.
der arschlochbahnhof von llobregat

unnötig zu erwähnen, das das die blaue s-bahn und nicht die blaue u-bahn war. hat auch ein wenig gedauert, bis wir da draufgekommen sind (dani fragt wo die straße ist die wir suchen, der typ meint - gehts amal 20 minuten in die (fingerzeig) richtung und fragts dann nochmal :). gut, waren wir also falsch.
zurück zum bahnhof, karte gekauft, gefragt, welche züge nach sants gehen - auskunft ist alle, also setzten wir uns in den rein, der als nächstes fährt. fünf minuten später kommt irgendeine frau und wirft uns wild gestikulierend aus dem zug, wir setzten uns in den nächste, wieder kommt jemand herein und sagt einer blondine, die auch drinnen sitzt, ob sie nach barca will. die meint, klar, und er bittet sie ihm zu folgen. mit uns redet freilich keiner, aber wir gehen eben nach und sehen gerade noch zu, wie der verdammte zug abfährt - wohlgemerkt standen zwei züge auf dem gleis, und der vordere teil ist abgefahren, nicht der, in dem wir waren. *grrr*

nun ja, der nächste _ist_ dann glücklicherweise irgendwann abgefahren (so nach 20 minuten), mit der ubahn hats dann auch geklappt, und wir waren sieben stunden nach abfahrt beim alex.
dafür gabs in der champaneria unmengen an sekt, burritos und ähnlich ungesundem, dem dann noch bis kurz vor 6 uhr gefrönt wurde. wenigstens ein angemessener abschluss zum vergessen ;)

so long
Richie

Tuesday, April 24, 2007

von palma und der metro

unglaublich, aber wahr. palma hat eine eigene u-bahn. respect. danke an alle radfahrer und ballermänner, die das ermöglicht haben :)

Thursday, April 19, 2007

von kompaktkurbeln und sa calobra

hallo ihr lieben!

der flug war unproblematisch, dani hab ich dann nach einiger zeit auch gefunden - 2 gates und zwei stände eines reiseanbieters bei dem wir uns treffen wollten - ich bin beim thomas cook stand - ich auch - seh dich nicht - kein wunder, waren ja rund 200m dazwischen :). und räder werden hierher gekarrt, ungaublich. ich schwöre, dass in der beachtlichen zeit, die es dauerte, bis mein rad kam, mindestens 50 radkoffer ausgechecked wurden. hammer.

nach der wiedersehensfeier mit rotem teppich und einer blumenparade hatte ich mir für montag radfahren mit moma und daniel ausgemacht, wusste aber nicht, was die für eine tour angehen wollen. war nicht eben die lockere einfahrrunde auf die ich gehofft hatte... 137km waren es im endeffekt, 2180hm, und die bittere erkenntnis, dass für wen auch immer räder wie meines gebaut werden, ich mich nicht unter ihnen befinde.
die an sich wunderbare tour palma - inca - kloster lluc - sa calobra und zurueck mit der sensationellsten abfahrt der welt (bisher, 's gaberl konnt ich ja nicht fahren ;) rauf wars aber eine derartige sau zurück auf den berg von sa calobra aus, ich kanns kaum wen sagen. ich schieb das freilich nur auf die übersetzung - die zum Teil 12% mit meiner 39/53er kurbel mit 12-25er ritzel ging wirkich nicht. das ist für leute die da locker 100W mehr treten als ich, aber ich kann damit nix anfangen. werde das ding zuhause sofort umbauen, sollte wer also eine kompaktkurbel und ein 27er ritzel rumliegen haben, bitte melden ;) ich zahl jeden preis.
die zeit heilt ja bekanntlich alle wunden, ich bin aber trotzdem überzeugt, dass ich hier einen weit härteren anstieg gefunden hab als den nach obertauern...

trotzdem wars a sehr schöne ausfahrt, danke jungs, hat mich sehr gefreut euch wieder mal zu treffen.
v.l.n.r.: Daniel, Richie, Martin
die kurventechnik ist noch verbesserungsbedürftig

so long
richie

Tuesday, April 17, 2007

von rumänen und dvds

hallo ihr lieben!

die erste woche meines aufenthaltes auf mallorca ist schon wieder so gut wie um (wenn ich momentan auch auf alex' rechner in barcelona tippe), schnell isses gegangen, aber das ist im urlaub vermutlich einfach so.
packen und anreise war geprägt von den üblichen wehen eines begnadeten packers - unpässlichkeiten allenthalben :)

man muss dazu wissen, das radfahren bei mir ohne hörbücher nicht tut, weil langweilig (bin eben ein mensch, der sich nur schwer mit sich selbst beschäftigen kann). daher wollt ich mir die ganzen hörbücher auf 'ne dvd brennen und dann noch zu meiner schwester fahren um ein paar neue zu holen. nachdem ich also vier dvd-rohlinge verbrannt hatte, leicht ungehalten hab ich den scheiss dann halt auf normale cds gebrannt, und eingesehen, das mein dvdbrenner tot ist. dann ab zu meiner schwester, den rest brennen, ausgesucht, restzeit 12 minuten, ein kaffee, top. etwas tratschen, zurueck zum rechner siehe da - brennt schon 30 minuten, hat grade ein viertel gebrannt. dreck.
na gut. also zurueck nach hause, mittagessen und verabschieden von der family, auto einpacken, wieder zur schwester, dvd gerade fertig, ab ins auto und richtung salzburg. freilich eine gute halbe stunde später als geplannt, egal, wird sich schon ausgehen.
weil autofahren langweilig ist, hab ich dann die dvd in den autoradio reingegeben, um mir was anzuhören. bei der ersten raststation hab ich dann zwei verzweifete rumänen aufgegabelt und bis nach salzburg mitgenommen und mir in sehr gutem deutsch was über das harte leben dort berichten lassen, die beiden abgesetzt, bin zum flughafen gefahren, hab ausgeladen und bin eingechecked. leute die mich kennen ahnen es sicher schon: die vermaledete dvd ist freilich noch im auto und wartet darauf, das ich wieder heimkomm :)

ein meisterstück, ganz klar. aber die rumänen waren sehr glücklich und ich hab meine gute tat des tages vollbracht.

so long,
richie

Saturday, April 14, 2007

ab nach malle

hallo ihr lieben,

in knapp 21 stunden bin ich auf mallorca, endlich urlaub, sonne, rad und frau :)

mein blog ist damit wieder aktiv und ich hoffe, seltsames zu erleben um etwas berichtenswertes auf die beine zu stellen und hier abzulegen.

einstweilen können sich jene unter euch, die es nicht erwarten können, den Kuba-Blog, der nun endlich abgeschlossen ist, nochmals zu gemüte führen.

Freu mich von euch zu hören, scheut euch nicht zu kommentieren!

so long
Richie the Brave

Saturday, November 04, 2006

varadero & leaving kuba

Hallo ihr lieben,

hier noch ein letzter eintrag, um das kubanische kapitel abzuschließen. das ganze läuft unter gefälschtem datum, damit niemand glaubt, ich war schon wieder drüben :), und wird eher bruchstückhaft sein aufgrund der tatsache, dass das ja schon wieder ein halbes jahr her ist.
macht aber nix. ihr wisst ja eh nicht was fehlt, hehe.

varadero war ingesammt ok. ich mein, mit kuba hat das freilich genau nix zu tun, überall sprechen sie englisch, die straßen sind g'scheit asphaltiert und es regnet dort. oder hat am ersten tag, sehr irritierend wenn ma extra an den musterstrand fährt, aber was solls, man kann sich auch so beschäftigen.

wie schon erwähnt, sind die strände hier tatsächlich noch weißer als sonst, gar nicht so einfach wenn man sich das überlegt. und mit etwas sonne ist man dann auch gleich sehr zufrieden mit der welt:

nachdem ich schon kurz auf die arbeitsmoral der kubaner eingegangen bin, hier noch eine sensationelle impression:
das eröffnet vermutlich noch nicht den grund, warum dieses bild blogwert hat, aber ein genauerer blick eröffnet dass dieser mann...
unglaublich, aber wahr, der zuständige rettungsschwimmer für baywatch varadero ist. tja. so kann man den job auch sehen, mitch würde ihm vermutlich jedoch eine rüge erteilen...

hier noch kurz danis wehmütiger letzter blick auf den strand (weil sie am abend heimflog)

und dann ab nach havanna. ich muss nicht erwähnen, das wir uns verfahren haben, oder? jungejunge, war ich grantig, das sollte eh nur die küste entlangführen und nicht mal das haben wir gerafft...
war ohnehin eine der eher skurilen situationen in meinem leben. man muss dazu wissen, das unsere mietauto, hier nochmal abgebilded weils so brav gelaufen ist, mit vollem tank angemietet wurde, aber mit leerem zurückgebracht werden soll. klar. da kann die wagenfirma ja nur gewinnen, weil man den vollen tank zahlt, den wagen aber nie ganz leerfahren kann.
naturgemäß wird dann heftig geschätzt, mit wie wenig benzin man das teil zurückstellen kann, und wie das manchmal so ist, verspekuliert man sich eben.
in unserer irrfahrt irgendwo in einem vorort von havanna (vermutlich, sicher werden wir wohl nie wissen wo wir waren) denk ich mir - jetzt reichts, wir müssen noch ein paar liter tanken, das geht sich nimmer aus. also sind wir bei der nächsten zapfsäule stehengeblieben und wollten tanken. eine menge leute waren da und haben sich nicht um uns gekümmert, ihr erratet es sicher schon, die tankstelle war seit jahren geschlossen (was ein gutes dutzend kubaner freilich nicht dran hindert, dort rumzusitzen).
Als ich den wagen dann wieder starten wollte, lief er so 30 sekunden und starb dann ab - kein benzin. erschwerend kam hinzu, das wir eine halbe stunde vorher einen strafzettel bekommen hatten und ein sonst sehr freundlicher polizist unser verfügbares barkapital auf 4$ reduziert hatte. eine skurrile situation: stehen wir also ohne benzin und fast ohne geld vor einer zapfsäule bei einer geschlossenen tankstelle irgendwo in der urbanen pampa.
wie schon vorher erwähnt, ich war eher gereizt und im unreinen mit der ganzen welt, dani hat aber wieder mal den tag gerettet - ein lastwagen ist ein paar minuten später 20 meter weg stehengeblieben und hat uns weit unter marktwert (die zahlen nix dafür, nehm ich an) benzin aus seinem tank abgezapft und uns verkauft. natürlich hat dani das kommuniziert und einen extrem geilen preis ausgehandelt (1 liter for 1 pesos - what about 5 litres for 3$? - ok :) und wir sind weitergefahren, dann hats auch geklappt.

wagen abgeben, zurück ins hotel, dani in ein taxi setzen, noch 2 tage in havanna und dann selbst zurückfliegen. hab tatsächlich noch einen netten hellofriend getroffen und lange mit dem getratscht, und außer mir ein taxi anzudrehen wollte der nicht mal was von mir. und das hatte noch dazu einen guten preis. nette bekanntschaft zum schluss also.

das wars also mit meinem kuba-bericht, freut mich, wenn ihr bis hierher durchgehalten habt und wir hörn uns beim nächsten urlaub oder incident, whatever may come first.

so long,
richie

Friday, November 03, 2006

Trinidad & la Playa

hallo ihr lieben,

Rund die hälfte des Urlaubs war inzwischen rum und irgendwie hatten wir genug von der kulturellen seite Kubas und wollten uns demzufolge ein wenig auf den Strand konzentrieren (bislang schwer verabsäumt).

Demzufolge verbrachten wir die nächsten zwei tage am Playa Anchon, einmal in der Nähe weil wir einem Auto-an-den-Rand-winker auf dem Leim gegangen waren (war aber nicht schlecht - nettes ruhiges plätzchen):


Trinidad selbst ist... es ist hier nicht leicht, eine aussage zu treffen. Klar, ein nettes, sehr schönes kleines Städchen. Aber mit sehr, sehr nervigen Menschen. Klar, auch in Havanna zipfen einen die HelloFriends an, klar, aber beiweitem nicht so aufdringlich wie hier auf der straße. Zuerst wird man (wahlweise in englisch, spanisch, italienisch, etc.) gefragt, ob man günstigen Hummer oder Scampi will (der dann eh teurer ist als angegeben), in einem private restaurant, wenn nicht, dann wird gefragt ob man etwas von dem tand kaufen will, den sie mit sich führen, ob man ihnen vielleicht leiberl oder schuhe schenken könnte, ob man geld für sie hat... das ganze programm runter, und das mit a bissl pech 4,5,6 mal bei einem rundgang in der wirklich nicht großen innenstadt.
einerseits sind die leute freilich arm dort, is schon klar. dass touristen haupteinnahmequelle sind, auch. aber das... ist wirklich äußerst mühsam, schlicht und einfach. manchmal will man auch einfach eine runde gehen ohne dauernd angeleiert zu werden :Ach ja, hier eine kurze impression kubanischer arbeitsmoral im allgemeinen :)
Nach zwei tagen Strand (insgesamt 3 übernachtungen, in denen sie uns auf jeden fall benzin abgezapft haben) dachten wir uns, die touristenfalle varadero schaun wir uns auch noch kurz an. 7 Nettofahrstunden später waren wir dann dort, in einem netten hotel und den bis jetzt weißesten stränden in kuba - und das will durchaus was heißen.

so long,
richie

Thursday, November 02, 2006

Cienfuegos und der weg nach Trinidad

Ähnlich am nächsten tag: du stellst das auto wohin, irgendwo sitzt dann ein typ, der traditionellen ice-age-i’ll-be-watching-you geste mitteilt, dass er auf dein auto aufpassen wird. Ein paar stunden später sitzt er noch immer da, du gibst ihm 50c und er ist glücklich. Ein zweiter Typ wollte auch aufpassen, als das nicht ging, hat er uns gefragt ob wir nicht ein t-shirt oder so etwas für ihn hätten – hab ihm dann mein gelbes swoosh-shirt gegeben und er war so richtig glücklich – wir haben ihn dann nach einem rundgang durch die stadt 2 stunden später wiedergesehen - er hatte es schon an. Es passt ihm auch viel besser als mir, muss ich zugeben ;).

Am frühen Nachmittag haben wir uns dann auf den weg nach trinidad gemacht, der küste entlang – ich muss ja wohl nicht erwähnen, dass das nicht so gut geklappt hat :). Ich war nicht unzufrieden damit, immerhin sind wir über die berge gefahren (Tope de Collantes), die ich ohnehin sehen wollte und dani nicht, aber wir haben ca. 5 stunden gebraucht über den prototyp einer sich windenden bergstrasse. Echt schöne gegend, aber trotzdem waren wir sehr froh, als wir dann irgendwann das meer sahen – bis nach trinidad wars nicht mehr weit. Nur noch eine kurze autodesinfektion (anti-moskito-hepatitis-c) und wir waren dort, 3 adressen für unterkünfte in der tasche (eine aus vinales, eine von orlando, eine von einem typen bei der autodesinfektion) und dann doch mit dem 1ten mitgegangen, der uns angesprochen hat. War aber recht nett, diesmal hatten wir sogar einen kühlschrank.

Am abend dann ein erster blick auf trinidad und wieder der feste plan, den nächsten tag am strand (ich aber nicht in der sonne :) zu verbringen. Hier noch die ersten Impressionen

Vamos a la playa

Nachdem Orlando de Chef (siehe bild) verabschiedet hatte (unerfreut darüber, dass er meine nagelneue Suunto-Uhr nicht gegen 2 Kisten Zigarren eintauschen konnte), fuhren wir also gen süden, um einen strand zu finden. Schnurstracks vorbei an einem angeblich sehr sehenswerten naturschutzgebiet, in dem es die einzigen krokodile der welt gibt (alles andere sind lt. Orlando nur aligatoren!), ließen wir nach kurzer besichtigung auch den playa larga hinter uns und fanden uns letztlich an dem im reiseführer empfohlenen playa giron wieder. Tatsächlich ein bilderbuchstrand, aber welcher depp hat das foto dazu in den reiseführer gegeben? Ein wunderschöner felsstrand, keine frage, aber mit dem sandfoto hatte das nur wenig zu tun. Egal, ein sehr gemütlicher badetag mit dem obligatorischen sonnenbrand folgte.
Wir wollten eigentlich in der nähe übernachten, aber das hotel hatte aus irgendwelchen gründen geschlossen, wie uns ein türsteher gestenreich mitteilte, also dachten wir uns – na, auch egal, fahren wir halt nach trinidad.

Unnötig zu erwähnen, dass das nicht geklappt hat. Wir sind gerade mal bis cienfugeos gekommen (im nachhinein gut so, sonst hätten wir diese sehr schöne stadt nicht gesehen) und das sehr, sehr spät – fast zwei stunden nach sonnenuntergang, und die fahrt war immens anstrengend – man muss wirklich sehr aufpassen, um niemanden zu übersehen. Vor ort haben wir dann nach etwas suchen eine nette unterkunft gefunden (danis verhandlungsgeschick zum dank nur 15 statt 20$) und einen typen, der uns um sage und schreibe 1$ die ganze nacht auf unser auto aufpasste. Das war schon eher unglaublich. Um 3h morgens war ich mal auf, da hat er gerade im schein der straßenlaternen seinen garten herumgegraben :-)Hier noch ein bild von dani vorm auto und dem garten (links)

Saturday, October 07, 2006

go west

Olá allerseits!

heute abend geht mein flieger, ich freu mich schon auf den neuerlichen jetlag, aber diesmal ist er ja in der angenehmeren richtung, eher so als waer ich zu lange fortgegangen.

aber alles der reihe nach: unser held hatte gerade seinen persoenlichen translator vom flughafen abgeholt. samstag nachmittag war das, zur orientierung, die reise begann urspruenglich am dienstagabend in wien.

wir verbrachten zwei tage in havanna, uns die interessanteren teile dessen ansehen was ich noch nicht gesehen hatte (bis auf die zigarrenfabrik. 10$ is dann doch recht happig). dienstagmorgen haben wir uns dann ein mietauto genommen fuer sieben tage (es sollten acht werden), einen aelteren toyota yaris mit knapp 200000km auf dem buckel, aber mit klima. auch hier hat dani wieder mal 5$ pro tage rausgehandelt, nicht viel, aber immerhin. 45$ warens dann.


damit begann das desaster :) wir wollten am ersten tag die "kubas westen" tour angehen, die mein reeisefuehrer empfohlen hat, aber das hat nciht so gut funktioniert. es wird zwar gesagt, dass die strassen nicht gut beschildert sind, aber so etwas hat man noch nicht gesehen. masslos uebertrieben. echt jetzt. ich bin ganz froh, dass wir nie rausfinden werden, wo wir da den ersten halben tag rumgekurvt sind, bis wir eingesehen haben, dass man einfach an jeder ecke fragen muss um dorthinzugkommen wo man will. das unwort des ersten tages ist fuer mich ganz sicher "Sueden". wir wollten in den westen, aber egal wie sich die strasse wand und wo wir auch abbogen, wir waren lt. meinem kompass (danke an romi&rob an dieser stelle, ohne euch waeren wir niemals mehr zurueckgekommen :) IMMER nach sueden unterwegs. ich habs nie verstanden, aber es war so. dani, selbstproklamierte beste kartenleserin der welt, war ein wenig entnervt (genauer: voellig), aber irgendwann haben wirs dann doch geschafft, nach vinales zu kommen, dank der sehr fruendichen kubaner, die einem ausfuerhlich beschreiben, wo man weiterfahren sollte.

in kuba autozufahren ist schon ein erlebniss, auch abgesehen von der navigation. erstens sind an jeder kreuzung ein haufen anhalter, da selbst zu reisen fuer die meisten hier unerschwinglich ist, viele auch auf dem weg zur arbeit. letzteres ist mir voellig unverstaendlich. wenn man peranhalter zur arbeit faehrt - wann faengt man dann an und hoert wieder auf? es kann leicht sein, dass die da ein paar stunden stehen, oder auch einen tag... wie machen die das?

wir haben erst gegen ende ein paar anhalter mitgenommen, aus angst vor diebstaehlen, was aber - glaub ich inzwischen - unnoetig war. die meisten wollen wirklich nur eine mitfahrgelegenheit, und inzwischen wuerde ich bei jeder gelegenheit einen einpacken, da die den weg wissen - im gegensatz zu uns, kein tag verging, an dem wir uns nicht ein paar mal verfranzt hatten.

die strassen sind schmal, meinstens leer, und wenn was faehrt, ist es ein pferdefuhrwerk oder ein alter laster, entweder mit fracht oder einen haufen menschen auf der ladeflaeche, die von A nach B wollen. schlagloecher pflastern unseren weg, und man glaubt gar nicht, was so ein auto alles aushaelt. nach dem ersten tag dachte ich mir schon, dass kann nicht lange gut gehen, aber siehe da - es kamen noch weit schlimmere strassen und alles war kein problem. und das mitt 200tkm auf dem buckel. nicht schlecht, meine herren japaner.

übernachtet haben wir dann in Vinales. nicht dass wir dort hinwollten, wohlgemerkt. zumindest nicht als tagesziel, es waere eher die zweite station des tages gewesen, nach pinar del rio (zigarrenhauptstadt), an der wir schnurstraks vorbeigefahren sind weil wir vergessen haben, dass wir dort auch hinwollten.

das ambiente war die fahrt dann aber trotzdem wert (redet man sich ein). eine wunderschoene gegend voll bergen und taelern, die schwer zu beschreiben, aber gut zu geniessen ist. wir haben dann dort uebernachtet, dani hat rausgefunden, dass die kubanische kueche NICHTS fuer vegetarier bietet ausser verstaendnisslose blicke :), und wir haben in
nem casa particulares 15$ fuer die nacht und je3$ fuers fruehstueck bezahlt, das sehr feudal war, aber nicht so viel, wie es geklungen hat.

am naechsten tag gings dann nach ein paar mal umdrehen durch die malerischen berge des westens rauf an die kueste, und entlang des meeres zurueck richtung havanna, dann wieder nach sueden und in ein bergdorf namens soroá, in dem man einen wasserfall zum baden findet, der den weg auch wert ist. und eine aussichtsterasse ueber das halbe land, sehr empfehlenswert. wie meistens, waren wir zu bloed und sind um punkt 12 da raufgewandert, die angegebenen 2km waren wohl eher 2000 hoehenmeter auf einem sehr steinigen weg. jungejunge war das heiss, dani freilich in flipflops, da ist halbschuhturist ja noch ein hilfsausdruck :) (nix fuer ungut), aber die aussicht war das wert.

ich brauche wohl nicht zu sagen, das wir unser etappenziel nicht erreicht haben, das waere eine stadt im mittleren kuba gewesen, aber wir sind so lange durch havanna geirrt bis wir die autopista gefunden haben, dass das nicht funktioniert hat.

es war dann schon dunkel, sehr unangenehm wegen der doch seltenen beleuchtung von fahrzeugen in kuba, ein typ in einer der seltenen raststationen, in jaguey grande, hat uns eine unterkunft in der naehe empfohlen. einer der orlandos, so hies die familie, hat uns dann von der raststation (es ist kein problem, auf der autopista mit dem rad zu fahren) abgeholt, sich an unserem fensterrahmen festgehalten und uns so zu ihrem netten haus gefuehrt. gutes zimmer, gutes fruehstueck, nette gesellschaft.

wenn man sich daran gewoehnt hat, das alles etwas anders kommt als man vorhat, ein gelungener tag :). am naechsten tag sollte es dann endlich mal an den strand gehen.

so long und lg
richie

Thursday, October 05, 2006

hello my friend, how do you like my country

Hallo ihr lieben,

das hat ja wohl nicht so gut geklappt mit dem bloggen :
so wie es momentan aussieht, wirds wohl bei sehr wenigen einträgen bleiben, das problem ist einerseits, dass mein urlaub schon fast vorbei ist :( und andererseits dass internet hier fast unleistbar ist - 5€ pro stunde ist schon recht happig.

wie dem auch sei, was ihr zwischendurch verpasst habt, ist dass dani angekommen ist und sie inzwischen wieder weg ist (was mir gelegenheit gibt, das hier zu schreiben). und das wir sehr schöne zehn tage verbracht haben. eh klar :)

ich werd bei gelegenheit mehr dazu schreiben, aber alles der reihe nach.
2 tage war ich in havanna, bevor dani ankam. eine arge stadt. teilweise ziemlich imposant, das capitolio oder das hotel nacional , aber großteils doch arg heruntergekommen. das frühstück am tag nach der ankunft war auf seine atemberaubend, da das hotel, selbst gut in schuß, in einer gegend liegt, die mein reiseführer (das hotel ist von meinem reiseführer empfohlen, aber witzigerweise hab ich das erst nach dem buchen rausgefunden) als "etwas heruntergekommen" bescheibt. ein euphemismus sondergleichen.

kleines intermezzo: @bastl: ja, 15€ pro person, aber nur hier im lido. das ist aber 5 minuten fußweg von der altstadt. wir sind quer durch das halbe land gefahren und haben selten insgesamt mehr als 21CUC (~20€) für zimmer und frühstück ausgegeben, in einem casa particulares (privathaus, aber offiziell). mit ein bisschen handeln. das lief etwa so:
Dani: "Wieviel kostet das Zimmer?"
VermieterIn: "20$"
Dani: "Schade, wir suchen eines für 15$"
VermieterIn: "... ok, 15$"

zurück zur zeit vor dani: die menschen sind recht freundlich, vor allem, weil sie dir alle irgendeinen scheiß andrehen wollen. man fällt da natürlich zuerst drauf rein, so halb. sprich, ein gut englsich sprechender typ führt einen durch die gegend, erzählt einem von kuba und man geht mit ihm auf ein paar mochjitos, aber es sind halt die teueresten in havana, wie sich später herausstellt. 4$ sollte niemand für einen mochjito ausgeben. deppensteuer, halt, aber er hat mir viel übers land erzählt, somit ist das irgendwie ok. bin auch schon gespannt, ob die zugarillos rausbrignen kann, die er mir verkauft hat :) hab mir später von einem anderen verkäufer bestätigen lassen, das das mit dem siegel so passt, aber was sagt das schon...

insgesamt bin ich also gut zwei tage mehr oder weniger ziellos in havana rumgerannt und hab mir alles angeschaut, von dem ich wusste, das dani es nicht sehen will (z.b. die alte festungsanlagen). die freundlichen leute gehen einem dann kontinuierlich mehr am socken, man bekommt leichte agressionen bei einem "hello my friend, where are you from" und ignoriert sie irgendwann völlig. aber man macht sich nie sorgen um seine sicherheit. es gibt wohl wenige größere städte, in denen ich nachts so unbekümmert (wohlgemerkt nicht unbelästigt - how do you like my country, my friend? you want do buy cigars?) rumgelaufen bin. man hat hier echt keine angst, dass einem irgendwas passieren könnte.

dann ist irgendwann nach etwas wartezeit am flughafen (o-ton dani: "ich glaub nicht, dass es eine zeitverschiebung gibt zwischen bogotá und havana" - leider doch, aber wenigstens kenn ich den flughafen jetzt recht gut :) dani angekommen und alles war gut - naja, nicht alles, aber zumindest eifnacher, dank solider spanischkenntnisse meiner liebsten.

hasta luego
richard

Saturday, September 23, 2006

der weg nach kuba

hallo allerseits,

wie ja viele von euch potentiellen lesern wissen, bin ich vergangenen mittwochabend nach kuba aufgebrochen, um mich dort mit dani zu treffen. und kuba anzusehen. und die weißen sandstrände abzuchecken. und mich in der sonne des relativ unendlichen reichtums zu aalen. undsoweiter.

der flug nach madrid war problemlos, nur hat es gut eineinhalb sutnden gedauert, bis der transfer ins hotel (das iberia gezahlt hat) geklappt hat. aber was fürn hotel. wahnsinn... vierstern im zentrum von madrid, sensationell großes zimmer, tolle einrichtung, unglaubliches frühstücksbuffet.
ich bin dann noch ein wenig spazieren gegangen, so um halb 2 uhr morgens, und so viele nutten hab ich auch noch nirgends gesehen... an jeder ecke ( und ich mein nicht nur hausecken, sondern hausEINGANGSecken) stehten welche rum, samt und sonders schwarz (nur 'ne feststellung). also wird man(n) permanent angequatscht, ob man nicht ein wenig 'fun' haben möchte - entweder von denen oder von den typen, die einem zettel für eine der unzähligen oben-ohne und nacktbars in die hand drücken - all free, my friend, no entrance, take a look - undsoweiter. hatte ich eigentlich erst in kuba erwartet, hier ist das aber wider erwarten nicht so arg.

am nächsten tag dann sightseeing (eher verwirrtes rumstreunen) in madrid, dann zurück zum flughafen und bereitmachen für den langen flug. bäh. so was fades wie einen interkontinentalflug muss man auch erst mal finden. essen lesen versuchen zu schlafen lesen versuchen zu schlafen essen lesen trinken lesen musik hören schlechten flim ansehen lesen schlafen essen lesen. 9 stunden lang. nicht allzuspannend. aber was tut man nciht alles für besagte weiße sandstände.

weiter zum havana airport (dessen ankunftszeiten man nirgends erfahren kann). die abfertigung ist erfreulich unkopmpliziert und rasch. gepäck auch bald da. mit einem taxi (der fahrer hat mich aber beschissen, war kein offizielles taxi hab ich später rausgefunden, deshalb hat er mir so 10CUC zuviel abgehommen, najawassolls) zum hotel (das dani mit meiner kreditkarte bzahlt hat :).

das lido is allerdings ein sehr sehr gutes hotel fuer bescheidene 30€ pro nacht zu zweit, sogar fuer kubanische verhältnisse spottbillig und mit guten zimmern und fruehstuck. die klimanalage ist allerdings so laut, das man kaum daneben schlafen kann, insbesondere mit dem jetlag, den mir der flug beschert hat - 7 stunden zeitdifferenz is nicht unproblematisch. sehr lästig, wenn man dann um 5 uhr früh auf ist und nicht weiß was man tun soll :\ und irgenwie mit einem ami-homeshoppingkanal die 2 stunden bis zum frühstück rüberbringt. immerhin wei´ich jetzt viel mehr über dieses fantastische neue bauchmuskeltrainingsgerät, dass...

bis bald, richie

Tuesday, June 20, 2006

the innsbruck incident

hallo allerseits,

hier also der quasi offizielle bericht über meine innsbruck -> graz tour letztes WE. is erheblich länger als die kronplatz geschichte, aber ich war ja auch etwas länger unterwegs. ihr müsst euch das ja nicht durchlesen :-)

The Innsbruck Incident
oder:
warum man seine radtouren nicht mit Map24 planen sollte, ohne sich die höhenmeter nochmal genau durchzusehen.

die tour war eine ziemliche ad hoc entscheidung. ich habs verpasst, mich rechtzeitig für die tour de mur anzumelden und wollte eine alternative - hab also eine bekannte in innsbruck angerufen, schlafgelegenheit ausgemacht, mir die tour mit map24 berechnen lassen (innsbruck->graz, keine autobahnen und fähren :), und dann mit dem zug nach innsbruck gefahren und Samstag um erst kurz vor elf (wegen schlechten wetters) aufgebrochen.

ich bin also vom westende innsbrucks (meiner schlafgelegenheit) richtung hauptstraße aufgebrochen, und innsbruck war sicher der ärgerlichste teil der tour. unendliche zeiten, bis man endlich aus der stadt raus ist, baustellen, umleitungen, hunderte ampeln, der recht starke regen und die autos... naja.
war sehr froh, draussen zu sein, und hab mich dann auch promt verfahren, weil ich bis tulfes selbst raufgefahren bin und nicht schon früher links abgebogen (hab ich übersehen). erster 300hm umweg :). gut, wieder runter, wieder eine nasse abfahrt, die man nie ausnutzen kann, und weiter bis st. johann in tirol.

irgendwann zwischendurch hats zum regnen aufgehört, angenehmerweise. in st. johann bin ich dann falsch abgebogen und auf der 178er geblieben anstatt auf die 166er zu biegen, und munter richtung salzburg weitergeradelt. dank eines tunnels bei lofer bin ich dann draufgekommen, hab mir eine österreichkarte gekauft ;) und bin dann richtung saalfelden, war kein dramatischer umweg, im endeffekt. in saalfelden dann links, an maria alm vorbei (wichtig: hier war ich als kleines kind ca. sieben mal auf winterurlaub am Aberg). da hats dann wieder ziemlich zu schütten begonnen, ich hab mich eine halbe stunde in einer bushütte untergestellt und dann beschlossen, das es mir wurscht ist - die großen unterkünfte am weg waren mir sehr unsympathisch.

also bin ich unwissend, das da noch filzsattel/dientner sattel mit über 1100hm kommt (sowas kann man in einer karte ja nicht nachschaun :p) raufgefahren. als ich da endlich oben war, wars schon relativ spät (halb 9) und ich wollte eigentlich nicht mehr nach bischofshofen abfahren und hab mir direkt am höchsten punkt des dientner passes eine unterkunft genommen. war witzig. die hütte hat zu ausgesehen, tür war aber offen, kein mensch da, ca. nach einer minute kommt 'ne alte frau aus der küche und fragt, was ich will - ein zimmer, ob das noch geht - heute noch ein zimmer? - ja, wenn das geht - ja, natürlich, aber ein sehr, sehr irritierter blick. war der einzige gast, hab dann noch einen topfenstrudel bekommen und ein bier, und mit der besitzerin getratscht (zum grad prix der volksmusik), war ja sonst niemand da. gute frühstück, ihr mann ist dann netterweise mit mir bis mühlbach/hochkönig abgefahren (bankomat), denn ich hatte nicht mehr genug bargeld für das zimmer und wenn ich da nochmal raufgetreten wäre, hätt ich 500hm und eine stunde verloren. 26€ hats übrigends nur gekostet, eine gute unterkunft zum merken.

weiter nach bischofshofen, über st. johann/Pongau nach wagrain, altenmarkt und radstadt (nicht, ohne einige male runden zu drehen und leute zu fragen, wos weitergeht - verdammte baustellen. in radstadt dann zwei mädls gefragt, wo man da nach tamsweg weiterkommt, die haben mich recht ungläubig angeschaut - übern tauern? - ja, nach tamsweg (hab mir nicht anmerken lassen, das ich übersehen hatte, das da ja obertauern dazwischenliegt, grad als wär ich noch nie dortgewesen) - und dann weitergefahren. obertauern war a sau, vom ersten schild 'obertauern 21km' geht’s nur noch bergauf, und die letzten 10km mit durchschnittlich 8.9%. vor allem wars unglaublich heiß. was da motorräder unterwegs waren - allein beim rauffahren auf jeden fall mehr als 150 eisen, die an mir vorbeigerauscht sind, unzählige porsches und etliche andere spaßautos. insgesamt sind mir an dem tag 3 ferraris, 2 lambos und 1 maserati quattroporte untergekommen. oben pause mit spaghetti bolognese & coffee (pasta 5.60€ - hätt ich mir teurer erwartet mitten in Obertauern).

abfahrt war sensationell (7.5km mit 57er schnitt, 80.4 topspeed, geilgeilgeil), dann weiter nach tamsweg, murau und scheifling.

dort hatte ich einen dezenten grantigkeitsanfall, weil ich in dem scheiß kaff eine gute halbe stunde verschissen hab um einen umweg um den verdammten tunnel zu finden, durch den man mit dem rad ja net fahren darf, und ich endlich die alte bundesstraße gefunden hab. dafür sandwich bei einer tankstelle. immerhin. weiter also nach judenburg (2 cheeseburger beim McD), weißenkirchen und... der untergang.

ich hatte mir mit dani ausgemacht, dass sie mich um viertel 10 abends in köflach abholt... da warens noch 32 km... aber ich wusste ja nicht, was für welche. nochmal 750hm mit bis zu 9%, und ich wusste ja nicht, das es den verdammten berg ('s gaberl) gibt. und der hügel hört und hört und hört nicht auf - war knapp an einem nervenzusammenbruch wegen diesem unsäglichen berg, nach über 200km an dem tag, es hat dann natürlich auch wieder zu regnen begonnen. 3km vor dem gipfel sind mir dann dani und ihr vater entgegengekommen, die auch geahnt hatten, dass ich vom gaberl nichts wusste - die haben mir dann dankenswerterweise den rucksack abgenommen und ich bin die letzten 200hm noch raufgefahren. wäre undenkbar gewesen, das mich der scheißberg besiegt - sicher nicht :).

die zwei haben dann am gipfel auf mich gewartet, mein persönlicher betreuerwagen :), und das wars mit der tour, ca. 50km vor meinem ziel, die ersten 20 nur bergab (eine der geilsten abfahren in .at, hab ich mir inzwischen sagen lassen) und der rest locker zum durchfahren... aber es hat nicht sein sollen. war inzwischen stockdunkel, und die abfahrt hätt ich nicht überlebt. danis oma hatte noch etwas von mittagessen aufgehoben. ein guter abschluss also.

fazit also: 393km (177 tag 1, 215 tag 2), rund 4600hm (fast alle _ausserhalb_ tirols :), topspeed 80.4, und eine beachtliche formsteigerung (bin gestern einen 80er knappen 30er schnitt durchgefahren, aber nicht am limit - hat sich auch so gesehen ausgezahlt), und 1.5kg abgenommen. und das wissen, das 9kg rucksack einfach nicht tun, wenn man vorhat, 400km zu radeln. der gesamtschnitt wird meinen pc im übrigen niemals verlassen. zu erbärmlich.

so long
richie